Okay, es ist Wahlkampf und das bedeutet Kandidat A sagt was und Partei B drischt auf ihn ein.  So ist das eben im Wahlkampf.  Jetzt kann man von Steinmeiers Papier und den 4 Mio. Jobs bis 2020 denken, was man will.  Aber eines sollte man Steinmeier schonmal zugestehen — er traut sich in einer Zeit der “Politik der kleinen Schritte (Angela Merkel)” an Visionen.  Und zwar an solche, die über die nächste Wahlperiode hinausgehen.  4 Mio. Jobs und Vollbeschäftigung, ein gerechtere Einkommensverteilung, Gleichberechtigung und Mann und Frau, etc. sind wahrlich ehrgeizige Ziele.  Seehofer oder Westerwelle beißen reflexartig zurück und sprechen von Planwirtschaft.  Naja, sehr Kompetent meine Herren.

Aber, die Frage muß dann aber auch erlaubt sein:  Wie genau sah denn Ihre Vision für das deutsche Gesundheitswesen aus, als Sie noch Gesundheitsminister waren, Herr Seehofer?  Hatten Sie überhaupt eine Vision oder doch nur das Ziel, den Status Quo zu erhalten, in dem eine immer kleiner werdende Menge Menschen immer größere Begehrlichkeiten bei Ärzten und Pharamunternehmen finanzieren. Oder Ihre Vision als Verbraucherschutzminister?  Gabs da wenigstens einen kleinen Schimmer einer Vision?

Ich werde die SPD im September nicht wählen — das haben sich die Genossen mit ihrer Zustimmung zu zu Guttenbergs und von der Leyens ZensurZugangserschwerungsgesetz verbockt.  Aber ich nehme es durchaus überrascht und wohlwollen zur Kentniss, das es da noch einen Bundespolitiker gibt, der sich traut, eine Vision zu formulieren und in den Wahlkampf einzubringen.

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