Die SZ fordert:

Jede Panne wird von der Bahn freundlich entschuldigt, doch es ändert sich nichts. Bahnchef Grube sollte die Lippenbekentnisse einstellen – und jetzt endlich die Fehler im System abstellen.

(Quelle: Süddeutsche Zeitung Online)

Warum? Wozu? Was habt Ihr denn erwartet, was passiert, wenn man ein Staatsunternehmen ohne Konkurenz privatisiert (ohne Konkurrenz zu bekommen)? Glaubt Ihr denn wirklich, dass ein Privatunternehmen mit Profitinteressen immer und alles besser, billiger, goldener machen kann, als es das Staatsunternehmen ohne Profitwillen je gekonnt hätte? Und wenn Ihr das glaubtet, wie kommt ihr auf diesen Trichter?

Die Bahn ist ein Privatunternehmen, dass über kurz oder lang an die Börse will/soll. Dazu muss die Bahn profitabel sein – profitabel, nicht sicher, nicht pünktlich, nicht super-duper-ausgestattet, nicht super-modern, nicht freundlich zu Mitarbeitern oder Kunden, sondern schlicht und einfach profitabel. Wozu das führt, sieht man seit Jahren in Großbritannien. Und wenn sich etwas ändern soll, dann muss man die Bahn dort kriegen, wo es jedem profitorientiertem Unternehmen weh tut – bei den Kundenzahlen und Umsatz.

Wer will, dass die Bahn sich ändert, muss entweder zu Boykotten aufrufen oder muss fordern, sie wieder zu verstaatlichen. Punkt. Alles andere, sind Wunschträume und haben mit der Realität nichts zu tun. Grube macht nur, was Chefs in Privatunternehmen immer tun, wenn ein Misstand öffentlich wird. Zaudern und nur das zugeben, was sich nicht mehr vermeiden läßt. Anderer Ort, andere Zeit, gleiches Spiel. So what?

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